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| Das
bessere Müllkonzept
Vor
dem Hintergrund von 16 drohenden Müllverbrennungsanlagen
schlossen sich Ende der 80ziger über 100 Bürgerinitiativen
zum Landesverband Bayern zusammen. Erfolge in Bayern waren
Vorbild zur Gründung von weiteren Landesverbänden,
die sich 1991 in München zum Bundesverband DAS BESSERE
MÜLLKONZEPT Deutschland e.V. zusammenschlossen. Das gemeinsame
Ziel, gegen eine einseitige BRD-Verbrennungspolitik zugunsten
alternativer Lösungen vereint vorzugehen, war ein wichtiger
Grundsatz, der ebenso aktuell ist, wie vor 10 Jahren.
Forderungen zur gesetzlichen Regelung der Abfallvermeidung,
über ökologische Alternativen zu einem Stoffstrommanagement
zu gelangen, das Abfälle in einen intelligenten Kreislauf
zurückführt, statt diese zu verbrennen, sind oberste
Ziele unseres Bundesverbandes. Bereits in der Herstellung
Produkte so zu fertigen, das diese rohstoffschonend, schadstoffarm,
reparaturfreundlich und stofflich wiederverwertbar sind, ist
ein machbares Ziel, das in vielen Produktionsbereichen schon
heute verwirklicht wurde. Unsere Ziele sind keine Utopien,
sondern Realitäten, die gegen eine Privatisierung über
Großkonzerne zur Abfallbeseitigung sprechen und letztlich
zukünftig entscheidend sein werden, über den Umgang
mit den nur endlich vorhandenen Ressourcen.
Die frühzeitige Einbeziehung und Beteiligung der Bevölkerung
an kommunalen Planungen ist eines unserer Grundsätze
zur aktiven Demokratie. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die
zur Verfügungstellung von Daten und Informationen wichtigste
Voraussetzung für eine faire Auseinandersetzung in den
gesellschaftlichen Prozessen. Durch ein Informationsfreiheitsgesetz
werden diese Voraussetzungen nach Auffassung des Umweltverbandes
DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Bundesverband Deutschland e.V.
Inbegriffe und Grundlagen einer ehrlicheren Bürgergesellschaft,
die diesem Namen auch gerecht wird. Deshalb wird sich unser
Verband an der Kampagne pro-information aktiv beteiligen.
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Michael Konken,
Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV):
Das Informationsfreiheitsgesetz ist ein wichtiges Anliegen des DJV, denn es schafft eine Transparenz im häufig undurchsichtigen staatlichen Bereich, die den Journalisten die Erfüllung ihres Informationsauftrags erleichtert und in manchen Fällen, zum Beispiel durch legale Akteneinsicht, sogar erst ermöglicht.

Prof. Klaus Staeck,
Grafiker:
Ich bin für ein Informationsfreiheitsgesetz, weil Informationsfreiheit und Akteneinsicht zu den selbstverständlichen Bürgerrechten in allen modernen Demokratien gehören sollten. Die Transparenz des Staatshandelns stellt sicher, dass freie und mündige Bürgerinnen sich politisch engagieren und sich ihre Meinung selbst bilden können.

Gerd Schulte-Hillen,
bis Ende 2003 Aufsichtsratsvorsitzender der Bertelsmann AG und Mitglied des Präsidiums der Berstelsmann Stiftung:
Wie sollen die Bürger mitdenken, wenn sie zu wenig über die Pläne und Absichten der Regierenden wissen? Nur wer Informationen aus erster Hand hat, wird sich
mit dem Geplanten befassen, identifizieren oder demokratisch
Einfluß nehmen. Ein Informationsfreiheitsgesetz schafft
erst die Voraussetzungen für den Bürger, die Regierenden
auf der Reise in die Zukunft engagiert zu begleiten.
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