Kampagne und Initiatoren
 

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV)

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) wurde 1949 gegründet. Er vertritt als größte Journalisten-Organisation Europas die berufs- und medienpolitischen Ziele und Forderungen der hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten in Deutschland. Der DJV ist politisch wie finanziell unabhängig und achtet und fördert die publizistische Unabhängigkeit seiner rund 41.000 Mitglieder.

Die basisnahe föderalistische Gliederung des DJV stellt sicher, dass regional und fachlich unterschiedliche Ansprüche in der Gewerkschafts- und Verbandsarbeit berücksichtigt werden. Fachkundige Mitarbeiter vertreten haupt- und ehrenamtlich die medienpolitischen Belange der Journalistinnen und Journalisten. Alle DJV-Mitglieder können sich aktiv an der Arbeit beteiligen und ihre Interessen einbringen: regional über die 16 selbstständigen Landesverbände und deren lokale Gliederungen, fachspezifisch über spezielle Kommissionen und über Fachausschüsse einzelner Berufszweige.

In seiner Kombination aus Gewerkschaft und Berufsverband bietet der DJV den Mitgliedern ein umfangreiches Leistungspaket. So schließt er unter anderem als Tarifpartei in vielen Medienbereichen Tarifverträge und bietet über sein Bildungswerk Seminare und Schulungen an. Gleichzeitig nimmt er in der Öffentlichkeit Stellung zu aktuellen medienpolitischen Themen und zeigt dabei insbesondere Mängel und Missstände bezüglich des Journalismus in Deutschland und – wenn erforderlich - im Ausland auf.

Die Pressefreiheit ist dabei ein ganz zentrales Thema. Derzeit wird die Pressefreiheit selbst in demokratischen Staaten noch viel zu häufig mit Füßen getreten. Zu einer umfassenden Pressefreiheit gehört selbstverständlich auch Transparenz im staatlichen Bereich. Die Verstärkung dieser bisher mangelhaften Transparenz in Deutschland ist seit Jahren eine wichtige Forderung des DJV. So war es ein logischer Schritt für den DJV, der IFG-Projektgruppe beizutreten und mit den anderen Mitgliedern dieser Gruppe den Entwurf für ein Informationsfreiheitsgesetz zu erarbeiten.

www.djv.de


Prof. Dr. Edda Müller,
Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands: Ein größeres Maß an Transparenz der öffentlichen Verwaltung ist für die Verbraucher essentiell. Wie ernst es die Behörden mit dem Verbraucherschutz nehmen, wie wirksam die Verwaltung die Interessen der Bürger auch als Verbraucher schützt - dieses Recht auf Wissen müssen wir in Deutschland endlich verankern.


Frank Bsirske,
Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di: Pressefreiheit braucht den transparenten Staat als wesentliches Element - dieser Baustein fehlt bei uns noch auf Bundesebene.


Brigitte Behrens,
Geschäftsführerin von Greenpeace: Die Demokratie lebt vom Engagement ihrer Bürger. Wer sich engagieren will, muss aber auch die Möglichkeit zur umfassenden Information haben. Deshalb darf Deutschland nicht länger am obrigkeitsstaatlichen Erbe des "Amtsgeheimnisses" festhalten.